Früh morgens brachten mich meine Eltern zum Flughafen und ich war bis dahin noch nie geflogen , hatte aber viel über Flugzeugabstürze gehört . Man sollte mal darauf hinweisen , daß ich mich alleine ins Land der Pharaonen aufmachte . Viele Leute würden das nicht machen , aber ich hatte keinerlei Probleme damit ..wenigstens am Flughafen noch nicht .
Den Manager und Jetset-Yuppis unter Ihnen wird es lächerlich vorkommen , aber für mich waren 5 Stunden Flug verdammt lange . Das Abheben was angeblich das schlimmste sei oder das schönste , je nach Interpretation fand ich beeindruckend , aber über den Wolken zu sein , das war toll . Da oben sieht alles relativ gleich aus und somit war der Monitor recht aufschlußreich , der die momentane Position angab . Ich weiß nicht , ob jemand von Ihnen das alte Adventure Indiana Jones kennt , wo , wenn der Held den Schauplatz der Handlung wechselt , eine Karte auftaucht , auf der mit einer roten Linie die genaue Position angezeigt wird , aber ich weiß , ich kannte es und ich kam mir irgendwie auch wie in einem Adventure vor. Alleine nach Ägypten ...und je länger ich flog , desto klarer wurde mir , daß das ja doch recht weit weg ist von zu Hause ... Das war eher eine Angst , die sich meine Eltern machten , ich war einfach nur fasziniert , Wolken unter mir zu sehen und diese wahnsinnig klare Luft ...wenn ich mir auch gewünscht hätte , eine Sonnebrille in mein Handgepäck gepackt zu haben .
Dann flogen wir übers Meer und die Wolken rissen auf und unter uns nur noch Wasser und neben uns der Himmel . Das war vielleicht langweilig ...sogar so langweilig , daß ich eingenickt bin und als ich wieder aufwachte , war unter uns Wüste ...Sand und Berge ... Berge und Sand...soweit das Auge blicken kann . Keine einzige Grünpflanze war auszumachen . Das Gebiet sah von oben so richtig tot aus . Und dann kam etwas , daß so aussah , als wenn ein Besoffener mit einem grünen Stift auf gelben Papier gemalt hätte . Dieses Etwas war der Nil ...Und als ich das sah , wurde es mir erstmals richtig bewußt : Man , Du bist in Ägypten . Da unten fließt wirklich der Nil . Der Reiseführer war Realität geworden , aber so ganz glauben konnte ich das irgendwie immer noch nicht . Ich meine , Ägypten .
Wir flogen am Nil entlang und dann sagte der Captain , bitte anschnallen und das Rauchen einstellen und dann begann sich das Flugzeug langsam zu drehen und dann ...ein Luftloch . Das Flugzeug sackte ein paar Meter und es war objektiv vermutlich überhaupt nicht gefährlich und Routine , aber mein Magen rebellierte etwas und ich mußte mich echt zusammen nehmen , um nicht eine der Papiertüten benutzen zu müssen . Vor allen Dingen kam das so unvorbereitet . Ich dachte mir nur , wenn alle Landungen so sind , schwimme ich zurück .
Irgendwann hatten wir dann festen Boden unter den Füßen und ich setzte mir wohlweislich meine Mütze eine weiße Basekappe auf , denn natürlich war draußen herrlichster Sonnenschein . Die Stewardessen machten die Tür auf und ich dachte , endlich mal wieder Frischluft und ging voller Elan zum Ausgang , machte einen Schritt nach draußen . Es war als hätte Dir jemand mit dem Baseballschläger eins in die Fresse geschlagen , so traf dich die Hitze mitten ins Gesicht . Als wenn man in einen Föhn hinein schaut . Ich bin nicht bis zum Bus , der uns zum Flughafengebäude bringen sollte , gekommen , ohne vollkommen durchgeschwitzt zu sein .
Welcher normale Mensch fährt auch im Juli nach Ägypten ? frage ich mich jetzt.
Ich hab nun mal nur da Urlaub .
Auf dem Flug habe ich mich mit einem Ägypter unterhalten . Der meinte , Luxor sei zu dieser Zeit eigentlich zu heiß und der war Einheimischer .Es war ein wenig warm . Ich hatte eine Nilkreuzfahrt gebucht .
Das erste Wort , was man in Ägypten lernt noch vor Guten Tag oder so ist Bakschisch Trinkgeld . Koffer tragen braucht man nicht , aber wehe man gibt hinterher kein Trinkgeld . Da ich mir nicht ganz sicher war , ob diese Araber schon die Blutrache abgeschafft hatten , bezahlte ich lieber . Ägypter sehen alle gleich aus .
Das zweite Wort ist Inschala...wenn Gott will ... und das bezieht sich auf jede Art von Planung , die eben nur dann so eingehalten wird , wenn Gott das will ...inschala halt ...Somit wundert es auch nicht weiter , daß es mein gebuchtes Schiff überhaupt nicht gab und ich kurzerhand auf ein anderes kam .
Das dritte , was man lernen muß , ist , daß Vollpension nicht bedeutet , daß man zum Essen auch was zu trinken kriegt , sondern das man das extra bezahlen muß begleitet wird diese Erkenntnis mit der , daß ausländische Getränke recht teuer sind und man begreift recht fix , warum die Kellner noch freundlicher lächeln , wenn man sich eine Cola zum Essen bestellt . Diese Ägypter tuscheln immer untereinander , lachen dabei viel sprechen aber arabisch , so daß man sie nicht versteht und dann grinsen sie einen freundlich an ..Ich behaupte , auch Sie würden sich da etwas unsicher fühlen und das Essen bestand aus Resten , die die Besatzung wohl noch an Bord hatte ...miserabel und dazu noch verdammig wenig .

Bargeld nach Ägypten einzuführen ist verboten , aber der moderne Mensch hat ja eine Kreditkarte . Nun war das Problem , daß das Schiff zwar an der Hafenpromenande lag und die Bank auch nicht weit davon weg war , aber gehen Sie mal abends alleine durch eine ägyptische Stadt . Ich brauchte aber Geld und so nahm ich all meinem Mut zusammen und überall von Arabern umgeben , die nur eins wollten , mir dringend etwas Wertloses verkaufen und penetrant bettelten , ging ich meinen Weg . Bis zum Bankautomat . Ich schaffte es tatsächlich . Ich schob also meine Kreditkarte in den Kasten hinein , tippte den Geldbetrag ein , den ich haben wollte , und die Karte kam wieder raus aber kein Geld ... Die Frage , die mich beschäftigte war nun , ob mir das Geld jetzt berechnet werden würde oder nicht und vor allem brauchte ich dringend Bargeld . Da kam ein freundlicher , jünger Ägypter des Weges , der mich beobachtet hatte und meinte auf Englisch er kenne den Besitzer der Bank und er würde das regeln . Ich solle in seinem Laden nur einen Moment auf ihn warten ...Unbehagen ...Er bot mir vorher noch einen Tee an ...und hab schon mal gehört , daß Leute danach irgendwo wieder aufwachen , ohne Geld versteht sich ..K.O.-Tropfen oder so ...Diesen Ägyptern vor allem diesen Straßenhändlern war nicht zu trauen ...Ich lehnte den Tee folgerichtig ab ...Da war der Mann richtig beleidigt , weil man in arabischen Ländern kein Gastgeschenk ablehnt ...dann versuchte er mir eine Zigarette ägyptische anzubieten ...Ich war ähnlich mißtrauisch wie bei dem Tee , konnte aber unmöglich schon wieder nein sagen ...
Willst Du sehen , was ich habe in Laden ! Kaufe Geschenke !
Ich will nichts kaufen .
Komm gucken . Warten bis Kollege von Bank zurück !
Ich will nichts !
Komm , hab schöne Steine , Schmuck ...
Ich will nichts kaufen !
Tee willst Du nicht trinken . Kaufen willst Du nichts ...und Kollege geht extra für dich zur Bank !
Da hatte ich schon ein schlechtes Gewissen . Grober Fehler .
Ich schau mir die Steine mal an . Aber kaufe tue ich sie nicht .
Komm hier schöne Steine . Willst Du anfassen ?
Nein .
Was würdest du dafür bezahlen ?
Ich will nichts kaufen .
Komm 500 !
Das war verdammig viel Geld . Über 100 Mark für einen dummen Stein .
Zu teuer . Außerdem will ich nichts kaufen .
Was würdest du zahlen wollen ?
Ich hatte damit ich meine Ruhe hatte an 10 oder 20 gedacht .
Das wäre zu wenig . Ich will dich nicht beleidigen .
Komm 300 !
40 ! , das war schon doppelt so viel , wie ich ursprünglich bezahlen wollte .
Was ! 40 ? ...Ist das deine Freundschaft ? Du bist doch mein Freund , oder ?
Ich hab noch 50 geboten und bin dann , ohne sämtliche Rücksicht auf Umgangsformen und vor allem ohne den Menschen , der zur Bank wollte , je wiedergesehen zu haben , aus dem Laden regelrecht geflohen nicht ohne den Stein tatsächlich für 50 zu kaufen .
Man kann zusammenfassend über den ersten Tag Ägypten sagen ...Alles Scheiße ! Und verdammig warm . Ich war dann so gefrustet , daß ich mich in meine vollklimatisierte Kabine zurückzog ...außerdem war ich ziemlich platt vom Klimawechsel .

Am nächsten Morgen sollten wir früh aufstehen , denn die Besichtigung des Tals der Könige stand an . Das mußten wir so früh machen , weil das etwas abseits vom Nil in einem Tal daher der Name lag . Mitten in der Wüste also und dort sollte es richtig heiß sein und Mittags würden wir es da nicht aushalten . Das Frühstück war ganz passabel , auch wenn man keinen Kaffee bei diesen Arabern trinken sollte , es sei denn , man will die nächsten Tage wach bleiben . Ein bißchen wenig Wasser auf das Kaffeepulver .
Im Tal der Könige lernt man eine ganz neue Variante des Abzockens von Europärn . Eintrittspreis sind mit drin , aber wer fotografieren will , muß extra zahlen ..und wer gar mit einer Videokamera aufnehmen will , noch viel mehr . Dann darf man sich 3 Gräber auswählen , die man besichtigen will ..wer mehr sehen will , muß extra zahlen ...und wenn man so 1 Stunde in dem Glutofen herumgelaufen ist , kommen die netten Einheimischen mit ihren Blecheimern , in denen eisgekühltes Barack Wasser in Platikflaschen ausgeboten wird ...zu saumäßigen Preisen ...aber wer einmal raus ist aus dem Tal der Könige , kommt nicht wieder hinein , so muß man schon drinnen was kaufen ... oder sich was mitbringen , nur ist das nach einer Stunde natürlich ziemlich warm . Für Tut-Anch-Amuns Grab mußte man natürlich noch mal extra bezahlen , was ich aber nicht gemacht habe . Aus Prinzip nicht ...Das Tal der Könige war nicht so interessant , aber man fühlt sich irgendwie bedeutsamer , wenn man mal da war. Eine der berühmsten Plätze der Welt , und ich war selber da .
Besser gefallen hat mir der Hatsepschut-Tempel

, weil man da nicht so abgezockt wurde . Übrigens war da ein Jahr zuvor ein blutiges Massaker von islamischen Fanatikern an Touristen verübt worden . Aber die Spuren waren längst beseitigt . Nur -. wie man immer der Presse hört , daß da nun unheimlich viele Sicherheitsmaßnahmen wären stimmt schlicht nicht .
Die Nilkreuzfahrt wurde am nächsten Tag richtig aufgenommen und auf dem Weg nach Assuan jeder Tempel mitgenommen . Die Reiseleitung war sehr gut und wir hatten einen ausgebildeten Ägyptologen als Führer dabei , der bei jeder Gelegenheit betonte , daß es in Ägypten nie Sklaverei gegeben habe . Er war Moslem , nicht Jude , wie man sich denken kann . Diese Tempel waren alle samt sehr beeindruckend und vor allem wahnsinnig groß und monumental . Die Hitze war aber wirklich extrem .

Abends , nachdem ich mich von den Strapazen etwas erholt hatte , ging ich häufiger an Deck , wo eine Hollywoodschaukel aufgebaut war und einen Pool gab es auch dort . Die Bar war innerhalb des Schiffes , aber man konnte die Getränke mit raus nehmen . Und da dachte ich mir eines Abends . Du hast Urlaub und jetzt trinkst du dir ein Bier was nur 15 DM koste und setzte mich in jene Schaukel und beobachtete die untergehende Sonne am Nil ..Das wars ...Da war das schönste , was ich je gesehen habe . Während ich mein Bier trank , hatten sich andere Reisende , mit denen ich mich auch ein wenig angefreundet hatte , den Spaß erlaubt , die Temperatur zu messen . Es waren abends um 21.00 noch 41 Grad , ungelogen .
Sich die Namen aller Tempel zu merken , ist schon nicht ganz einfach , aber sich dazu auch noch zu behalten , welchem lokalen Gott diese nun geweiht waren , ist ein Ding der Unmöglichkeit . Das einzige , was wie gesagt im Gedächnis bleibt , ist , daß diese heiligen Stätte unglaublich groß sind und zu mindestens ich mir sage , daß man einen Monolit von 40 Metern Höhe nicht alleine mit Muskelkraft bewegt kriegt . Ich hatte meine Probleme mir vorzustellen , wie man das ohne Kräne , ohne Sprengstoff und ohne Eisenwerkzeuge hinkriegen soll . Aber ich glaube , man muß diese Ausmaße mit eigenen Augen gesehen haben , um zu begreifen , daß es die logischere Variante ist , daß irgendwie fremde Mächte ihre Hände im Spiel hatten , als das die ollen Ägypter das alleine hingekriegt haben sollen . Allerdings muß ich sagen , daß man darüber nur Rande nachdenkt , denn zunächst konzentriert man sich darauf , nicht von Sonne gegrillt zu werden und irgendwie Flüssigkeit zu bekommen .
Landschaftlich war der Nil sehr schön . Und der Clou war , daß meine Kabine auf Nilhöhe lag , so daß ich aus Fenster gucken konnte und keinen Meter darunter der Fluß floß . Und abends bei dem sau teueren Bier sagte ich zu mir : Du fährst gerade auf dem Nil . und sagte mir wieder : Das , was du siehst, ist der Nil . und konnte es nicht glauben . Ich war da , aber ich konnte es nicht fassen .

In Assuan angekommen mit dem Schiff , noch lange nicht mit dem Kopf sah ich das Hotel das Old Chatarak Hotel in dem A. Christi ihren berühmten Roman Tod am Nil schrieb ..ich saß übrigens dabei auf einem kleinen Segelboot und schipperte über den Fluß ..und ich dachte , daß das alles irgendwo nur ein Traum sein konnte , aber zur Abwechslung mal ein schöner und daß ich auch wieder schreiben wollte ...Schriftsteller , das wäre mein Traum , und zwar dabei so gut sein , daß man davon leben kann ...Oh ja , daß wollte ich sein ...und in meinem Tagträumen saß ich auch auf einer dieser Balkone , während die Sonne mich wärmt und ich mich mit kalten Getränke kühle , einen richtig guten Roman schreibend ...

Auch in Assuan gab es wieder Tempel und ich fuhr auch auf dem weltberühmten Nassa-Stausee , um natürlich zu einem Tempel zu kommen . Kurz danach merkte ich , daß nichts auf dieser Welt wirklich perfekt ist zu mindestens nicht lange . Das teilweise gute Essen , die ewig kalten Getränke auf völlig aufheizten Magen forderten ihren Tribut , denn dieser spielte nicht mehr mit , so daß ich leider und das ärgert mich bis heute nicht nach Abu Simbel mitreisen konnte . Die Kreuzfahrt führte dann wieder zurück nach Luxor , diesmal ohne Tempel . Ich hatte einen ganzen Tag Zeit , um an Bord zu sitzen , und mir den Nil anzugucken und die Palmen am Ufer und ab und zu ein paar Kinder , die in dem Fluß badeten ..wovon ich Europärn aber abraten würde , denn es ist schon eine ziemliche Brühe . Der Nil machen wir es kurz war einfach eine ganz andere Welt als zu Hause . Alles ruhig , friedlich und warm ...verdammig warm .
Es gibt Menschen , die ich absolut nicht verstehe . Das sind zum Beispiel Menschen , die nach Ägypten fahren , eine Nilkreuzfahrt buchen und sich damit viel Kultur antun und danach zum Baden ans rote Meer fahren ...ohne , ich betone ohne , die Pyramiden gesehen zu haben . Was will man in Ägypten , wenn man sich die Pyramiden nicht anguckt ? So was kann ich einfach nicht nachvollziehen . Ich machte mich dagegen auf nach Kairo , wo die Pyramiden von Gizeh stehen .
Ein Grund , warum das nicht alle machen , hatte ich allerdings schnell heraus . Man muß von Luxor nach Kairo mit einer ägyptischen Kleinmaschine fliegen . Das ist nicht ungefährlich und Jumbo fliegen ist das eine , aber ein kleines Flugzeug etwas ganz anders , zumal wenn diese nicht gerade den modernsten Eindruck macht . Aber ich lebe noch und der Flug war auch nicht zu beanstanden . Doch ein mulmiges Gefühl hat man doch.
Kairo , eine riesige Stadt . Metropole . Die Häuser in den Vororten hatten alle keine Dächer , denn die Besitzer bauen , wenn sie mal wieder Geld haben , einfach ein Stockwerk drauf . Das kann man da so machen , weil es ja nie regnet , somit waren alle Häuser in einem Zustand des Nie-Fertig-Seins , und bei uns wären die alle längst abgerissen worden .
Ebenso wenig fertig wie die Häuser war das Hotel . Inschala ..Ägypter und Planung . Zuerst sollte ich ein Zimmer im 7. Stock kriegen , was eigentlich gar nicht so schlecht gewesen wäre , denn aus dem Fenster hätte man die Pyramiden sehen können . Aber der Fahrstuhl funktionierte nicht , so daß ich mich mit anderen Gästen beschwerte und in den 2. Stock zog , mit Blick auf die Wand des Nachbarhotels . Die Reisegruppe in Kairo war anders zusammengesetzt als die auf der Kreuzfahrt , so lernte ich eine Gruppe kennen , die mit einem anderen Veranstalter unterwegs waren ..und bei denen lief auf der gesamten Reise gar nichts . Erst bekamen sie im Hotel kein Frühstück , dann kein Wasser ...oder wenn , dann kaltes zum duschen . Und nun in Kairo hatten sie Blick auf den Hinterhof , wo allerhand Abfall herumstand . Im ganzen Hotel roch es nach Lösungsmitteln , weil es wie gesagt noch nicht ganz fertig war , und sich Maler im Haus befanden . Der Pool war völlig verdreckt und die versprochene deutsche Reiseleitung gab es auch nur auf stetiges Drängen . Die waren alle samt nicht so gut auf den Veranstalter zu sprechen .
Noch bevor ich bei den Pyramiden war , hab ich das heimliche Highlight meines Trips erlebt . Taxi-Fahren in Kairo . Das muß man mal gemacht haben . Ampel dienen nur der Dekorationen und niemand hält sich daran . Auf der Fahrbahn sind 3 Spuren aufgemalt , woraufhin die Ägypter 6 Spuren aufmachen und jeden Millimeter freien Platzes gnadenlos ausnutzen . Falls es in Kairo überhaupt Verkehrsregeln gibt , kennt sie niemand . Hauptsache man kommt irgendwie durch . Jeder Europär , und mag er noch so hartes Really und Sicherheitstraining absolviert haben - hat spätestens nach 5 Minuten einen Unfall ...Nicht so die Einheimischen . In einem Höllentempo man muß wissen , in Ägypten bezahlt man eine Strecke von A nach B , unabhängig davon , wie lange die Fahrt dauert , deshalb haben es die Fahrer meistens eilig fahren diese durch dieses stetige Chaos von Autos und jedesmal drückt man als Europär im Geiste die Bremse , während der Ägypter Gas gibt und irgendwie noch in die Lücke paßt . Wie die das machen , weiß ich nicht , aber Taxi-Fahren in Kairo hat mehr Adventure-Urlaub-Elemente als jede Achterbahn oder Bungijumping . Man muß das einfach erlebt haben .
Irgendwann war es dann aber soweit , nachdem ich den Pflichtbesuch im Ägyptischen Museum hinter mich gebracht hatte , durfte ich endlich die Pyramiden aus der Nahe sehen . Daran vorbeigefahren waren wir schon , denn die Stadt reicht mittlerweile bis an Füße der Pyramiden heran .

Die Dinger sind groß und irgendwie fühlt man sich eine Camelreklame versetzt , wenn man diesen Grabstätten gegenüber steht . Sie passen da einfach nicht hin . Sie sind groß und dreieckig und scheinen irgendwie von einer Macht dahingestellt worden zu sein , um die gesamte Menschheit einfach zu verwirren . Circa 2 Millionen Steine hat man verbaut und jeder davon wiegt eine Tonne oder mehr . Der Reiseleiter hat gesagt , daß wenn 100.000 Menschen 20 Jahre daran gearbeitet hätte , hätten sie alle 2 Minute einen Stein an die richtige Stelle paßgenau legen müssen ..(die Zahlen mögen nicht stimmen , aber die 2 Minuten hab ich mir gemerkt) ...Und die Ägyptologen glauben wirklich , daß das so war ...Wer die Dinger gesehen hat , der überlegt überhaupt gar nicht erst , der weiß , da waren höhere Mächte am Werk . Menschen wenigstens mit damaliger Technik , selbst heute wäre das kompliziert können so was gar nicht gebaut haben .
Das sagt man , wenn man die Dinger von außen sieht . Aber man kann da auch reingehen
Und passiert drinnen ? ...Ich kriege Panik . Es stimmt sicherlich , daß ich enge Räume noch nie gemocht habe und in der Pyramide war ein Gang , der sich über schätzungsweise 100m erstreckt , der aber steil nach oben geht und eine Höhe von ungefähr einem Meter hat . Da kann man Platzangst kriegen und in meinem Reiseführer stand , daß das Innere der Pyramiden nicht für jeden geeignet sei . Also für mich schon mal nicht
Erwähnenswert aus dem Trip nach Ägypten ist eigentlich nur noch , daß zum einen die Luft heraus war wie man so schön sagt als ich die Pyramiden gesehen und betreten hatte und zum anderen, die Gruppe , die mit ihrem Veranstalter so ihre Probleme hatte , mit mir Freundschaft geschlossen hat und man sich abends in der Hotelbar traf . Mit zweien davon hatte ich ein Gespräch , daß im Grunde daraus hinaus lief , daß ich sagte , auf die Frage hin , wie die Ägypter wohl die Pyramiden gebaut haben , daß ich das auch nicht wisse , aber die Version der anerkannten Wissenschaft nicht nachvollziehen kann , worauf die anderen Däniken erwähnten und anfingen von Aliens zu erzählen . Ich hätte das Thema nicht angeschnitten.
Ich sage noch , daß ich abschließend Badeurlaub machte , der mir aber nicht gefiel , weil das Hotel so richtig nicht fertig war ...dafür aber sau teuer , was die Verpflegung angeht . Wasser z.B. Außerdem machte mein Magen wieder Probleme . Danach kam die Rückkehr in den Alltag und heimlich hoffte ich , daß es Deutschland regnen würde , wenn ich ankäme . 2 Wochen nur gnadenlose Sonne ist nichts für mich ...